Die Farbe der Zähne wird von verschiedenen
Faktoren
beeinflusst:
(1) Entscheidend für die Zahnfarbe
ist zunächst die Dicke,
Zusammensetzung und Struktur aller Zahngewebe, die den
Zahn bilden, nämlich Zahnpulpa (Zahnmark), Dentin
(Zahnbein) und Zahnschmelz.

Jedes dieser Gewebe besitzt unterschiedliche optische
Eigenschaften, welche die Wahrnehmung der Farbe des
Zahnes bestimmen. Da der Zahnschmelz an sich beinahe
transparent ist, lässt er die darunter liegenden Schichten
durchscheinen. Das Licht wird in einer bestimmten Weise
gebrochen, so dass der Zahn je nachdem natürlich-weiß bis
beige-gelblich erscheint.
(2) Oberflächliche Ablagerungen wie z.B. Zahnbeläge
und
Zahnstein können die Farbwahrnehmung negativ beeinflussen.
Diese Ablagerungen können durch regelmäßiges, gründliches
Zähneputzen und vor allem professionelle Zahnreinigung
minimiert bzw. beseitigt werden.
(3) Zudem unterliegen die Zähne, wie alle Bereiche des
menschlichen Körpers, einem natürlichen Alterungsprozess.
Dieser Prozess verändert die Struktur der Gewebezusammensetzung
der Zahnbestandteile, und somit auch die Farbe
der Zähne:
• Die Pulpa ist bei Kindern und Jugendlichen
ausgedehnter
als bei Erwachsenen und bestimmt in jungen Jahren die
Farbe der Zähne.
• Das Dentin und der Zahnschmelz reichern sich im
Laufe
der Jahre mit funktionslosen Chromogenen (Farbstoffen)
an. Die Absorption von Licht an ihren ungesättigten
chemischen Doppelbindungen lässt die Zähne gelber und
dunkler erscheinen. Diese Chromogene sind unbedenklich
und haben keinen Einfluss auf die „Gesundheit“ des Zahnes.
• Der Zahnschmelz wird im Zeitverlauf aufgrund natürlicher
Abnutzung dünner. Dies lässt ihn durchsichtiger erscheinen
und die Farbe der darunter liegenden Schichten kann durchscheinen. Somit wird
mit zunehmendem Alter die Zahnfarbe
mehr und mehr von den darunter liegenden Schichten
bestimmt als vom Zahnschmelz an sich.
(4) Zusätzlich beeinflussen folgende Faktoren die
Anlagerung von Farbstoffen auf und in Zahnschmelz und
Dentin:
• häufige Einwirkung externer Farbstoffe
aus Genussmitteln inkl. Nahrungsmitteln, wie z.B. Tabak-Teer, Nikotin,
Gerbstoffe aus Tee, Rotwein oder auch Kaffee.
• Medikamente: Verfärbungen
durch bestimmte Antibiotika
(z.B. Tetrazykline) oder übermäßige Fluoridzufuhr
(z.B.
Fluorose).
• Schmelzrisse oder andere Defekte an der Zahnoberfläche,
die Verfärbungen beschleunigen können.
Wie gelangen diese Anlagerungen von gefärbten
Fremdstoffen unter den Zahnschmelz?
Der Zahnschmelz ist nicht, wie viele glauben,
eine feste, undurch-
lässige Barriere zwischen Mundraum und Dentin, sondern hat eine
wabenähnliche Struktur mit Kanälen, die durchlässig für
bestimmte
Stoffe bzw. Moleküle sind. Auf diese Weise können beispielsweise
Fluoride aus Zahnpasten ins Innere des Zahns eindringen und ihn
vor Karies schützen, ohne dass die Zahnschmelzstruktur Schaden
nimmt. Auf demselben Wege können sich auch gefärbte Fremdstoffe
unterhalb des Zahnschmelzes anlagern, und damit eine Verdunklung
des Zahnes herbeiführen.

Um diese Verfärbungen unterhalb der Zahnoberfläche zu erreichen,
reicht gründliches Zähneputzen oder eine professionelle
Zahnreinigung nicht aus. Vielmehr bedarf es einer Behandlung zur
Zahnaufhellung, die auch Verfärbungen unterhalb der Zahnober-
fläche entfernt. |
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Das
Wichtigste auf
einen Blick:
• Neben dem natürlichen
Alterungsprozess wird die
Zahnfarbe nicht nur von ober-
flächlichen, sondern auch von
tiefliegenden Verfärbungen
beeinflusst.
• Um tiefliegende Verfärbungen
zu entfernen, bedarf es einer
Zahnaufhellungsbehandlung,
da gründliches Zähneputzen
und selbst eine professionelle
Zahnreinigung hier nicht
ausreichen.
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